Wer diesen Sommer nicht allzu weit verreisen möchte, könnte einen Urlaub an der ligurischen Riviera in Italien ins Auge fassen: Die Region bietet gutes Essen, schöne Strände und viele Ausflugsmöglichkeiten.
Teil 1: Südfrankreich, Genua, Savona sowie die Jetset-Destination Portofino und die Klosterbucht San Fruttuoso.

Als „Basislager“ für die Ausflüge eignen sich die Dörfer und Kleinstädte direkt an der Küste, zum Beispiel Laigueglia, Imperia, Alassio oder Loano. Alle haben eine kleine, touristische und (trotzdem) schöne Altstadt mit unzähligen Läden und Strassencafés.

Meer-Romantik in Laigueglia. Foto: Andrea Schmits
Meer-Romantik in Laigueglia. Foto: Andrea Schmits

Was man in den Orten aber vergeblich sucht, sind Nachtclubs; die eine oder andere Bar muss genügen (Empfehlen kann ich die Cocktails in „Vittorinos Wine Bar“ direkt an der Strandpromenade in Loano!). Dafür sind die Orte aber sehr kinderfreundlich und für Familien gut geeignet.

Möchte man die Gegend erkunden, bieten sich Zug, Auto, Bus und Schiff an. Informationen über Zugabfahrtszeiten und Bootstouren holt man sich am besten vor Ort im Touristenbüro oder am Bahnhof. Hier einige mögliche Ausflugsziele:

Südfrankreich
Wegen der Nähe der italienischen Riviera zur französischen Grenze bietet sich ein Abstecher nach Südfrankreich an. Wie wäre es mit einem Tag in Monaco (für Gutbetuchte und Formel-1-Fans), Nizza (zum Shoppen) oder Cannes (besonders während der Filmfestspiele ein Spektakel)? Alleine schon die Fahrt der Küste entlang lohnt sich!

Genua
Genua ist die Hauptstadt Liguriens und hat internationales Flair. Auch hier ist vor allem die Gegend um den Hafen interessant: Dort steht mit dem Acquario di Genova das grösste Aquarium Europas; die Biosfera, eine Biosphärenkuppel, in der das Ökosystem des Regenwaldes reproduziert wird; sowie der Bigo, ein 40 Meter hoher Panorama-Lift.
Am Informationsstand direkt am Hafen lassen sich ausserdem Stadttouren mit einem „Open-Top-Bus“ buchen. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt lassen sich aber auch zu Fuss problemlos erkunden: Da wären zum Beispiel die weitläufige Piazza de Ferrari, die Cattedrale di San Lorenzo und der Palazzo Ducale.

Die Piazza de Ferrari in Genua. Foto: Andrea Schmits
Die Piazza de Ferrari in Genua. Foto: Andrea Schmits

Getrost auslassen kann man allerdings die Via Garibaldi! Zwar wird die Strasse von den meisten Reiseführern empfohlen, neben teuren Häusern und altem Geld hat sie aber nicht viel zu bieten. Die Shoppingmeile Genuas ist die Via XX Settembre.

Noch ein kleiner Tipp: Es mag die Ausnahme sein und nicht die Regel, doch sobald wir unser Auto am Hafen parkiert hatten, sahen wir nur wenige Meter entfernt, wie zwei Männer ein anderes Auto aufzubrechen versuchten – direkt vor dem Aquarium. Wenn ihr also mit dem Auto unterwegs seid, leistet euch doch ein (überwachtes) Parkhaus!

Savona
Savona hat einen grossen Hafen, von dem aus viele Bootstouren starten. Nach einer Tour sollte man stets noch Zeit einplanen, ein wenig die Altstadt zu erkunden. Wer sich für grosse Kreuzfahrtschiffe interessiert, ist am Savoner Hafen ebenfalls an der richtigen Stelle.

Portofino
Portofino ist der nobelste Ferienort an der Riviera. Die Preise sind hier extrem hoch: Wir bestellten in einem Café am Hafen einen Espresso und ein Cola – und zahlten dafür satte zwölf Euro. Wie teuer ein Hotelzimmer gewesen wäre, wollten wir uns gar nicht ausrechnen, und von einem Einkauf in den Filialen von Hermès und Prada konnten wir nur träumen. Trotzdem ist Portofino einen Ausflug wert: Nicht verpassen sollte man den Spaziergang zum hoch auf einer Klippe gelegenen Castello Brown. Das Schloss ist öffentlich zugänglich. Noch spannender ist die phänomenale Aussicht vom Schlossgarten aus über den Hafen mit seinen Luxusjachten.

San Fruttuoso
In der Bucht neben Portofino liegt das Benediktinerkloster San Fruttuoso. Man kann es besichtigen – oder auch nur in der kleinen Bucht mit Kieselstrand baden. Wer tief untertaucht, entdeckt vielleicht sogar die Christusstatue Cristo degli abissi, die im Jahr 1954 aufgestellt worden war, und inzwischen auf dem Meeresgrund liegt.
San Fruttoso ist nicht an das Strassennetz angeschlossen und daher nur über einen Wanderweg oder mit Booten erreichbar. Diese legen regelmässig von Portofino oder Camogli ab.

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