Wer diesen Sommer nicht allzu weit verreisen möchte, könnte einen Urlaub an der ligurischen Riviera in Italien ins Auge fassen: Die Region bietet gutes Essen, schöne Strände und viele Ausflugsmöglichkeiten.
Teil 2: Die fünf Dörfer der Region Cinque Terre sowie „das sechste Dorf“ Portovenere.


Macht man Ferien an der ligurischen Riviera, muss man nicht den ganzen Tag am Strand verbringen. Im ersten Teil dieses Posts empfahl ich Ausflüge nach Südfrankreich, Genua, Savona, Portofino und zur Klosterbucht San Fruttuoso. Jetzt sind die beschaulichen Dörfer der Cinque Terre an der Reihe.

Die Region Cinque Terre besteht aus fünf Ortschaften, die an kleinen und malerischen Buchten liegen: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Das Gebiet ist ein Nationalpark und gehört seit zwölf Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier kann man tagelang wandern und baden, oder auch nur einen Nachmittag lang durch die Gassen schlendern und in den Restaurants Spezialitäten der Region geniessen. Auch eine Bootsfahrt entlang der Küste darf man sich nicht entgehen lassen. Die Anreise von relativ weit entfernten Küstenorten wie Laigueglia oder Savona sollte man sich aber gut überlegen: Mit dem Boot ist die Aussicht zwar schöner als mit dem Auto, dafür dauert die Reise über den Seeweg aber auch viel länger: Von Savona nach Portovenere sind es viereinhalb Stunden pro Weg, ab Genua ist es etwa eine Stunde weniger.

Monterosso
Monterosso ist das grösste der fünf Dörfer und nicht ganz so pittoresk wie die anderen Orte des Gebiets. Dafür finden sich hier die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte. Am breiten Strand kann man zudem gut baden.

Vernazza
Vernazza dagegen ist der malerischte und auch meistfotografierte Ort der Cinque Terre.

Das malerische Vernazza. Foto: Andrea Schmits
Das malerische Vernazza. Foto: Andrea Schmits

Das Dorf ist autofrei. Dafür drängen sich aber je nach Jahreszeit Massen von Touristen durch die engen Gassen. Im kleinen Hafen hat es zwar keinen Sandstrand, trotzdem kann man sich dort auf Steinplatten sonnen und von den Felsen direkt ins Meer springen.

Corniglia
Corniglia liegt als einziges Cinque-Terre-Dorf nicht direkt am Meer, sondern auf einem 80 Meter hohen Felssporn. Dafür geniesst man vom Platz am südwestlichen Ende des Ortskerns eine herrliche Aussicht. Zudem ist es das am wenigsten von Touristen überlaufene Dorf – nicht zuletzt, weil es hier kein einziges Hotel gibt.

Manarola
Manarola war langer Zeit ein Künstlerort, in dem viele Maler lebten. Heute wird das Dorf vor allem von Wanderern besucht. Auch ungeübte Spaziergänger kommen hier auf ihre Kosten: Die Via dell’Amore, der 1.5 Kilometer kurze Weg nach Riomaggiore, ist der wahrscheinlich meistbegangene Fussweg Italiens. Der Küstenpfad kostet allerdings drei Euro Eintritt.

Riomaggiore
Riomaggiore ist wie Corniglia und Manarola einer der weniger touristischen Orte der Cinque Terre – aber dafür nicht weniger malerisch. Zudem sind die Preise hier etwas günstiger.

Portovenere
Genau genommen, gehört Portovenere gar nicht zu den Cinque Terre. Der Ort liegt aber relativ nahe und ist ebenfalls unbedingt einen Besuch wert!
Auch hier bietet sich die für die Cinque Terre typische Kulisse von farbigen Häusern und engen Gassen. Einen wunderschönen Ausblick geniesst man zudem von der Burgruine, die hoch über dem Hafen liegt. In kleinen Spezialitätenläden kann man sich ausserdem für zuhause reichlich mit Pesto-Sauce und Wein aus dem Nationalpark eindecken.

Tagged: Archive, Italien, Reisetipps & Insider

Kommentare

  • Silvio

    Vielen Dank für die vielen Informationen über die Cinque-Terre. Ergänzend möchte ich noch sagen, das Portovenere das dorf der Reichen und Schönen ist…Jachten und schnelle Autos. Sehen und gesehen werden…

    Wir selbst organisieren Yoga- und Wanderreisen in die Toskan und seit ein paar Jahren ist eine Bootsfahrt immer wieder ein Höhepunkt unserer Woche. Bis bald in Bella Italia. Silvio

    10. September 2009 at 22:23

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