Heute morgen war es für mich definitiv zu früh. Wir mussten irgendwann kurz nach vier Uhr aufstehen. Sogar unser Tuk-Tuk-Fahrer tat mir irgendwie leid. Es meinte, er mache das öfters. Hmm… für mich reicht das eine Mal. Aber es hat sich gelohnt.

Wir kommen irgendwann kurz vor fünf Uhr an den Toren des Tempels Angkor Wat an (meist umfasst dieser Name das ganze Gebiet der Tempelanlagen, hier ist aber der grösste Tempel gemeint). In der Dunkelheit pilgern unzählige Touristen zu den Toren. Man tappst über die Brücke in den grossen Vorgarten der Anlage. Dieser Bereich ist symmetrisch angelegt. In der Mitte führt ein Weg geradeaus zum Tempel. Irgendwann kann man über Treppen links und rechts vom Weg abgehen. Der ideale Ort ist auf der linken Seite, da man die Sonne hinter dem Tempel fotografieren kann.

Unser Reiseführer meinte aber, man solle rechts gehen, weil dort weniger Leute sein werden. Und das hat sich gelohnt! Kaum eine handvoll Franzosen und Chinesen sitzen hier. In der ersten Stunde ist die Sonne sowieso noch nicht zu sehen. Also geniessen wir den Anblick, wie sich der graue Himmel langsam rosa färbt und die Details des Tempels immer mehr zum Vorschein treten. Der Sonnenaufgang in Angkor Wat ist definitiv ein Geschenk, das man sich trotz frühen Aufstehens machen sollte.

Die kleine Tour und ein langer Tag

Nachdem sich die Sonne langsam hinter dem Tempel zeigt, gehen wir auf die linke Seite hinüber, wo mehrere hundert Leute sitzen. Nach ein zwei Fotos besuchen wir das Innere des Tempels. Es ist noch immer sehr ruhig. Man könnte hier stundenlang verweilen, die verschiedenen Räume studieren und die Ornamente betrachten. Doch es wartet noch viel mehr auf der kleinen Tour auf uns. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Wir gehen zurück zum Tuk-Tuk, und die Tour geht los. Es folgen die atemberaubenden Anlagen Angkor Thom mit seinen hunderten Gesichtern, Ta Phrohm, wo Lara Crofts „Tomb Raider“ gedreht wurde, die Elefantenterrasse und Banteay Kdei.
Irgendwann während der Besichtigung der Terrasse der Elefanten holt uns die Müdigkeit ein, und wir sind froh, am Ende der kleinen Tour zurück ins Hotel zu gehen. Wir essen etwas und hauen uns bei kühlen 24 Grad im Zimmer für eine Stunde aufs Ohr.

Der zweite interessante Ausflug heute ist der Besuch eines schwimmenden Dorfes auf dem Tonle Sap See. Es gibt verschiedene Dörfer, die man hier besuchen kann. Am besten erkundigt man sich beim Hotel, was es für verschiedenene Möglichkeiten gibt. Ehrlich gesagt, hatte dieser Ausflug im Nachhinein einen bitteren Nebengeschmack. Es ist zwar sehr schön mit dem kleinen Boot auf den See hinauszufahren. Auch beeindruckend ist, dass das ganze Leben dieser Dorfbewohner auf dem Wasser stattfindet, inkl. schwimmender Schule und schwimmendem Basketballplatz. Doch versuchen die Bootsunternehmen aus den Touristen unnötig Profit zu schlagen. Ich möchte darum jeden dazu anhalten, den Preis für das Boot vom Tuk-Tuk-Fahrer verhandeln zu lassen.

Der dritte Abend in Siem Reap bricht an, und wir gehen noch einmal in die Pub Street essen. Morgen schlafen wir aus und gehen in einen Spa, um den Tag so richtig geniessen zu können. Übermorgen geht es dann weiter in Richtung Hauptstadt Phnom Penh.

Tagged: Archive, Kambodscha, Reisetipps & Insider

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*