Nach fünf fantastischen Tagen in Siem Reap ist die Messlatte schon ziemlich hoch gesetzt. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht enttäuscht sind, wenn wir in Phnom Penh ankommen.
Mit dem Flugzeug geht es von Siem Reap in die Hauptstadt Kambodschas. Zwei weitere Touristen und wir sind die einzigen, die aussteigen. Alle anderen Passagiere fliegen weiter nach Singapur. Der Flughafen ist um Einiges grösser. Die Architektur ist modern und leider nicht so traditionell wie in Siem Reap. Unsere Zeit in der Hauptstadt beginnt.

Zu Fuss durch die Stadt

Geplant sind Nationalmuseum, Königspalast und Uferpromenade. Diese Tour kann man trotz grosser Hitze problemlos zu Fuss erledigen. Das Nationalmuseum ist ein äusserst schöner, traditioneller Bau mit einem wunderbaren Innehof, der vor und nach dem Museumsbesuch zum Verweilen einlädt. Das Museum erzählt die Geschichte, Religion und der Khmer-Kunst. Der Königspalast ist dann als nächstes dran. Er ist definitiv ein Höhepunkt in Phnom Penh. Es gelten strenge Kleidervorschriften. Man sollte ein T-Shirt tragen, kann aber auch eines vor Ort kaufen. (Bilder zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Vom Königspalast aus geht es im Tuk-Tuk weiter zum ersten Mahnmal der Roten Khmer. Ein Freund von mir hatte mir angeraten, vor der Abreise die Geschichte Kambodschas nachzulesen. Dies kann ich jedem empfehlen.

Das Tuol-Sleng-Genozid-Museum ist das Foltergefängnis aus der Roten-Khmer Zeit. Danach kann man auch gleich das zweite, bedrückende Mahnmal besuchen. Die Killing Fields liegen etwas ausserhalb der Stadt und können mit einem Tuk-Tuk erreicht werden. Rund 17’000 Menschen wurden hier umgebracht und in Massengräbern beerdigt. Während man über die Wiesen schreitet wird an verschiedenen Informationsstationen die Geschichte aufgearbeitet. Ich dachte, ich lasse die Bilder hier weg. Beide Orte sind jedoch ein Muss bei einem Besuch in Phnom Penh und sie halten dazu an, sich mit dem grausamen Kapitel von Kambodscha zu beschäftigen.

Nach dieser harten Kost fährt man am besten wieder zurück zur Tonle-Sap-Promenade, um dort in den zahlreichen Restaurants traditionelles oder westliches Essen zu geniessen. Eine Alternative wäre das spirituelle Zentrum Wat Phnom oder der Zentralmarkt von Phnom Penh, ein Art-Déco Gebäude aus den 1930er Jahren.

Die Stadt Phnom Penh hat gegenüber Siem Reap einen stärkeren Grossstadtcharakter. Es ist lärmiger und gedrängter. Der Stopp hat sich aber sicherlich gelohnt. Man sollte sich mindestens zwei Tage für die Hauptstadt Zeit nehmen.

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