Wir haben uns einen einmonatigen Yogakurs in Thailand gegönnt. Auf der Insel Ko Pha Ngan. Eine Auszeit, die ich nur weiterempfehlen kann!

Backpacker erreichen die Insel über Bangkok mit mehrmaligem Umsteigen, viel Wartezeit und einer Reisedauer von 14 Stunden. Pauschaltouristen fliegen am besten nach Ko Samui und fahren dann weiter mit einem Boot, wo sie schon nach circa zwei Stunden am Ziel sind.

Fotos: Gabriela Rolli (Zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Eines Tages während unserer Thailand-Reise, gegen 12 Uhr Mittags, schnallen wir unsere Rücksäcke unter der heissen Sonne Thailands um. Wir verlassen das Boot mit einer Horde anderer Touristen. Angekommen auf Ko Pha Ngan. Es ist bald Vollmond, und die bekannte Fullmoonparty in Haad Rin, im Osten der Insel, findet in zwei Tagen statt. Der kleine Strand wird für 24 Stunden von mehreren tausend Besuchern besiedelt sein. Man merkt schnell, welche der soeben angekommenen Reisenden extra für dieses Spektakel die Insel besuchen und wer sich auf den Weg macht, um sich in einem der vielen Yoga- und Meditationszentren einzuschreiben.
Wir selbst mieten ein Sammeltaxi, welches uns zum „Ananda Yoga Resort“ in Ao Hin Kong, im Westen der Insel bringt. Die Zimmer fürs kleine Budget sind gemütlich, sauber und mit einem Ventilator ausgestattet. Es gibt aber auch Bungalows mit TV und Klimaanlage. Sogleich melden wir uns für den einmonatigen Yogakurs bei Agama an, welche ihre Yogahalle hier in diesem Resort hat. Dieser first-month-course ist sehr intensiv. Der zweistündige Kurs am Morgen beginnt mit der Theorie der Positionen, die man lernt. Es wird einem alles Wichtige erklärt und auch Unterlagen zu dem Gesagten verteilt. Wir sind begeistert. So viel Information zu den verschiedenen Asanas und dem, was sie im Körper bewirken, haben wir noch in keinem Yogakurs erhalten. Nachmittags beginnen wir mit zwölf Sonnengrüssen und machen die gelernten Übungen vom Vormittag nochmals. Nach einer kurzen Pause erhalten wir zusätzlich eine Lektion über Yoga und deren Philosophie im Allgemeinen.

Man möchte es nicht glauben, aber die Zeit vergeht wie in einem Trancezustand. Zu Beginn machte ich mir etwas sorgen, dass ich mich auf dieser Insel und dem täglichen Alltagstrott bald langweilen würde. Aber dem ist überhaupt nicht so. Gerade eben dieser geregelte Ablauf hat etwas sehr Beruhigendes. Von acht bis zehn Uhr die Übungen, jeden Tag kommt eine neue Position dazu. Dann genehmigen wir uns im „Ananda Resort“ mit Meerblick einen Fruchtteller, den uns die aufgestellte Lek serviert. Danach schnappen wir unseren gemieteten Motorroller und sehen uns das Landesinnere etwas an. Es gibt einige buddhistische Tempel, Wasserfälle, Tierauffangstationen und vieles mehr, das man besichtigen kann. Oft halten wir dann an einem der unzähligen, paradiesischen Strände und lassen uns die thailändische Küche unter Palmen schmecken. Curry in allen Variationen und Früchte, so süss und weich, wie man sie nur von den Ferien kennt. So gegen 15 Uhr sind wir wieder zurück beim Resort und waten durchs kristallblaue Meer oder springen in den Pool, um dann um 16 Uhr frisch und etwas gekühlt das Nachmittagsyoga anzutreten. Die Lektionen danach werden bei Sonnenuntergang und dem Zirpen der Grillen gehalten.

Nach dem Erst-Monats-Kurs kann man auch Folgekurse besuchen. Für mich war dieser Monat eine einzige Bereicherung. Die Übungen tun mir gut, und ich kann sie zuhause selbst durchführen. Ich kann diese wundervolle Erfahrung, gepaart mit dem leckeren Essen, den freundlichen Inselbewohner, der schönen Landschaft und der Erholung die daraus resultiert, jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat, sich für einen Monat oder länger eine Auszeit zu nehmen.

Tagged: Archive, Reisetipps & Insider, Thailand

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