Eigentlich unglaublich – aber in diesem Blog wurde noch nie ausführlich über Las Vegas geschrieben! Jetzt wird’s aber Zeit; immerhin polarisiert die Stadt mitten in der Wüste Nevadas aufs Gröbste. Die einen hassen sie, die anderen lieben sie. (Ich gehöre übrigens zu den Letzteren.)

Der Boom dieser Stadt begann vor über 80 Jahren mit dem Bau des Hoover-Staudamms sowie der Legalisierung des Glücksspiels. In den 1940er-Jahren prägte vor allem Bugsy Siegel mit der Errichtung von Hotels mit eigenem Casino die Entwicklung Las Vegas’ massgeblich – und nährte damit die Hoffnung auf schnelles Geld. Seit namhafte Künstler wie Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr, Elvis Presley, Johnny Cash, Céline Dion, Siegfried & Roy oder Elton John in den riesigen Komplexen auftreten, besuchen jährlich über 39 Millionen Touristen die Glitzerstadt (Fotos: Claudia Lambrich).

Sieben der zehn zimmerreichsten Hotels der Welt befinden sich in Las Vegas; das grösste, das „MGM Grand“, beherbergt über 7’000 Zimmer. Einige Betten weniger, aber immer noch ein Labyrinth von Flügeln, Stockwerken, Korridoren und Zimmern, bietet das Hotel „Excalibur“. Da die Zimmer in fast allen Hotels während der Woche bis zu 50 Prozent günstiger sind, lohnt sich eine dementsprechende Planung. Überhaupt kann man sich recht günstig durch den Tag schlagen: Frühstücks-, Lunch- und Dinnerbuffets, die selten über 25 Dollar kosten, werden überall angepriesen. Es scheint, als sollten die Besucher ihre Dollarscheine lieber in den Casinos, bei Shows oder beim Shopping liegenlassen.

Die Shows sind insgesamt recht teuer. Doch viele von ihnen geniessen Weltruf, und mindestens eine sollte man sich nicht entgehen lassen. Empfehlenswert sind die verschiedenen Programme von Cirque du Soleil, Blue Man Group, so genannte „Magic Shows“ (wie die von Lance Burton oder David Copperfield) oder aber natürlich die Auftritte von Stars wie Bette Midler, Cher oder Tom Jones. Wer’s toll findet, kann auch die stählernen Bodies der Chippendales begutachten oder sonstige „Adult Shows“ besuchen. Zu günstigeren Tickets kommt man an den so genannten „Half Price Ticket Booths“. Da können Billetts für Shows am selben Tag gekauft werden, nach dem Motto „Es hät solang’s hät“ .

Weil es im Sommer gut und gerne über 40 Grad heiss sein kann, sind meine Begleitung und ich folgender Taktik gefolgt: Von unserem Hotel aus besichtigten wir andere Luxustempel – etwa das „Luxor“ oder das „Bellagio“ -, sahen uns die Besonderheiten dieser Hotels an und klapperten danach, weil’s draussen zu heiss gewesen wäre, noch sämtliche Shops in den Hotels ab. Da gibt’s von namhaften Designern über Abercrombie&Fitch bis hin zu H&M und 1-Dollar-Läden alles. Mit unglaublichen Preisnachlässen locken auch die umliegenden Outlets. Ganze Tage verbringen könnte man beispielsweise im Las Vegas Outlet Center.

Ein Restaurant, das ich mit bestem Gewissen empfehlen kann, ist PF Chang’s China Bistro. Es liegt im Hotel „Planet Hollywood“ und präsentiert sich im modern-asiatischen Stil. Und das Essen ist so toll und so frisch, dass meine Begleitung und ich gleich mehrere Male dort zugeschlagen haben.

Wem es in Las Vegas langweilig werden sollte (was nur sein kann, wenn man länger als sechs Monate bleibt!), der kann diverse Ausflüge unternehmen: Hoover Dam, Grand Canyon und Lake Mead sind nur einige Vorschläge. Ich rate jedem, der Las Vegas besucht, mindestens vier Tage zu bleiben. Es gibt so viel zu sehen, zu bestaunen, zu spielen, zu fotografieren, zu shoppen, zu essen.

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