New York ist in vieler Hinsicht gut fürs Selbstvertrauen. Man kann zum Beispiel auf der Strasse rumlaufen, wie man will, ohne sich dabei von kritischen Modeaugen begutachtet zu fühlen – obwohl es in New York von Fashionistas sowie von denen, die von Mode ihre eigene Vorstellung haben, nur so wimmelt.

beauty in the city
Wimpernklimpern (Foto: Keystone / Kathy Willens)

Lange blonde Haare zahlen sich eben aus: Sie lenken von der schwabbeligen, nachlässig in die völlig unpassenden Stiefel gesteckten Trainerhose ab. In der Schweiz würde ich mich in dieser Aufmachung gerade mal ins Treppenhaus wagen. Die New Yorker-Männer machen im Vorbeilaufen niedliche Komplimente (ohne das billige, herablassende Pfeifen) à la „baby, you look so good today“. Mit einem breiten, zufriedenen Grinsen im Gesicht zwitschere ich „thank you sooo much“ im weitergehen. Nicht selten heisst es sogar: „Damn baby, look at you!“ – unweigerlich denke ich, hmm ja, dass es wahr ist…

Das letzte Mal im Laden um die Ecke streckte mir die nette junge schwarze Verkäuferin das Gesicht beinahe ins eigene und rief laut: „Oh girl, look at your eyelashes!!! They’re sooo long! Honey you have to tell me which mascara you use!!!“ Die Wimpern klimpernd verriet ich die Marke mit einem breiten, charmanten Lächeln ins Gesicht gemeisselt. Meine Wimpern scheinen hier sowieso ein Highlight zu sein. Doch nehme ich diese Nähe gerne in Kauf und gebe den Mascara-Tipp auch tausend Mal weiter – zu gut tut das Feeling…

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