Grand Central New York

(Foto: Fabienne Hany)

Die New Yorker sind einerseits sehr amerikanisch; Sie reden laut, sie lieben Chicken and Fries und Late Night Shows und überhaupt viel Fernsehen, sie sind baseballverrückt und patriotisch.

Aber dann sind da Dinge, die den New Yorker vom üblichen Amerikaner unterscheiden: sie rauchen kaum, sind sportversessen und überaus kulturinteressiert. Im Sommer joggt ganz New York durch den Central Park, und sogar auf den Trottoirs mitten im Getümmel muss man Joggern ausweichen.

Und sie legen wahnsinnig viel Wert auf gesunde Ernährung. Salat und viel anderes Gesundes kann man hier an jeder Ecke bekommen. Zum Beispiel in den unzähligen Deli Shops, den kleinen kioskartigen Läden. Dort hat es Salad Bars – grosse Buffets mit vielen verschiedenen Salaten und auch warmen Gerichten, an denen man sich selber bedienen kann und pro Pfund zahlt. Und dann gibts die Imbissrestaurants mit den „Tossed Salads“ (gemischte Salate), wo jemand hinterm Tresen steht und einem den gewünschten Salat mixt. Ausserdem ist die Stadt voll von japanischen und indischen Restaurants, dessen Küchen ebenfalls als gesund und fettarm gelten.

Nebst dem Joggen rackern sich die New Yorker zudem in Fitnesscentern ab, von denen die Stadt ebenfalls nur so wimmelt. Gewundert habe ich mich, als ich feststellte, dass die New Yorker sogar sehr spät abends noch auf dem Laufband schwitzen, nachdem sie mit Freunden ein spätes Dinner genossen haben und die Kalorien offensichtlich umgehend wieder verbrennen müssen. Was für ein Stress!

Etwas weniger stressig, aber dennoch nicht gemächlich, nehmen die New Yorker es bei ihren unzähligen Touren von Vernissage zu Vernissage oder von einem Museum zum anderen. Ins Kino gehen sie ebenfalls oft und gerne, und vor allem im Sommer ist Filmschauen angesagt, wenn viele Filmfestivals stattfinden.

Was das Kino und die Kulturinteressiertheit betrifft, war ich also schon vor meiner Anreise newyorkerisch. Beim Fitness- und Joggingwahn allerdings kann ich nicht mithalten – ich hasse joggen und Fitnessgeräte. Dafür laufe ich bei meinen täglichen Stadterkundungstouren unheimlich viel, kilometerweise und regelmässig. Das ist ja auch schon was. Und ich esse mittags meinen Salat, während draussen vor dem Fenster des Restaurants wieder eine Horde wildverrückter Jogger vorbeirennt…

Tagged: Archive, Reisetipps & Insider, USA

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