Lissabon ist wunderschön, die Menschen sind nett und die Atmosphäre unkompliziert. Kurz: Ich habe mich in diese Stadt verliebt. Nun wurde ja über die Sehenswürdigkeiten in Portugals Hauptstadt hier im Blog bereits berichtet. Doch bestehen Ferien bekanntlich nicht nur aus den Tagen, sondern auch aus Nächten – und diese werden in Lissabon selten mit Schlafen verbracht. Das Wort „Nachtleben“ ist also wörtlich zu nehmen.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit ist es noch relativ ruhig, erst ab 22 Uhr füllen sich langsam die Strassen und Restaurants. Besonders beliebt bei Einheimischen und Touristen ist das Bairro Alto. In den engen Gassen reihen sich kleine und authentische portugiesische Restaurants aneinander. Vegetarier müssen allerdings gar nicht erst einkehren, denn die portugiesische Küche besteht zu einem Hauptteil aus Fisch und Fleisch.

Im Bairro Alto befinden sich auch unzählige Bars mit Bier und Cocktails zu niedrigen Preisen. Hat es keinen Platz oder ist es drinnen zu heiss, sitzt man mit seinem Plastikbecher einfach draussen auf Bänken oder dem Trottoir. Unprätentiös auch die Kleidung: Flipflops und Turnschuhe sind an der Tages- und Nachtordnung. Highheels wären bei dem schönen aber löchrigen Pflastersteinboden auch sofort kaputt – ganz zu schweigen von den Knöcheln der Trägerin. Am besten man lässt sich einfach treiben. Man kann stundenlang die engen Gassen runter und hoch laufen oder von Bar zu Bar hoppen. Ein schöner Aussichtspunkt im Bairro Alto ist die Terrasse San Pedro de Alcântara oberhalb dem Praça dos Restauradores.

Am Praça dos Restauradores befindet sich das Hard Rock Café, in dem ich einige Nächte zubrachte. Mit etwas Glück erwischt man einen Abend, an dem eine Live-Band spielt. Der Eintritt ist gratis.


Foto: Andrea Schmits.

Ein weiterer, wohl legendärer Club ist „Lux“. Dazu gekommen, ihn zu „testen“, bin ich zwar nicht. Glaubt man aber Online-Foren, ist der Club „the place to be“. Und wer weiss, vielleicht sichtet man dort ja auch mal den Hollywoodstar John Malkovich, dem der Club teilweise gehört.

Nicht fehlen in den Ausgangstipps dürfen ausserdem die Docas am Ufer des Tejo. In den alten Lagerhäusern haben sich auf einer Länge von etwa 200 Metern Restaurants, Bars und Clubs eingemietet.

Möchte man dann doch irgendwann nur noch ins Bett, kann ich das Hotel Gat Rossio am Praça Restauradores wärmstens empfehlen. Das Designhotel gibt es erst seit wenigen Monaten und befindet sich an idealer Lage in der Altstadt. Die Zimmer sind klein aber modern und sauber und kosten etwa ab 70 Euro die Nacht. Frühstück in durchgestylter Lounge mit sonniger Terrasse ist inklusive. Sehr gut ist auch das angrenzende italienische Restaurant „Valentino“.

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