Die meisten Macao-Besucher kommen aus Hongkong für einen ein- oder zweitägigen Abstecher in die portugiesisch geprägte Stadt. Wir nahmen uns etwas mehr Zeit, nämlich drei Tage, und flogen direkt von Xiamen nach Macao.

Macao ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone China. Bis 1999 war sie portugiesische Kolonie. Heute gilt sie vor allem als eine Metropole des Glücksspiels. Kein Wunder, wird sie auch „Monte Carlo des Ostens“ oder „Las Vegas des Ostens“ genannt. Und so besuchten wir natürlich einige Casinos:

Grosse Unterhaltung

Doch ausser Zocken gibt’s in Macao noch einiges mehr zu tun. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Besuch einer der unzähligen Shows?

Wir haben uns beispielsweise die Show „House of dancing water“ im Casino „City of Dreams“ angeschaut. Mit atemberaubenden Stunts und Akrobatikeinlagen wird die Legende eines Königreichs dargestellt. Wählt man einen Sitz in den vorderen Reihen, wird man garantiert nass. Die Show ist nicht ganz günstig – für die mittelteuren Plätze bezahlten wir CHF 100.- pro Person -, sie lohnt sich aber sehr.

Ebenfalls bekannt ist „Zaia“, die neuste Produktion des Cirque du Soleil, welche im „Venitian“ in einem raumschiffähnlichen Theater aufgeführt wird. Zaia zeigt die Auffassung eines Mädchens von Sternen, Planeten, Weltall und Unendlichkeit mit spektakulären Tanz- und Akrobat-Vorstellungen.

Zudem werden noch etliche kleinere Shows geboten, wie die Wasserperformance im „Wynn“, die Lasershow im „Galaxy“ oder die Licht- und Musikaufführung im „MGM“ während des Sonnenuntergangs.

Wer Lust auf Adrenalin hat, darf auf keinen Fall den höchsten Bungee-Sprung der Welt verpassen. Der Macau Tower ist 338 Meter hoch, gesprungen wird aus 233 Metern Höhe.
Weitere Möglichkeiten: „Skywalk“ – ein Spaziergang auf dem Aussenring der Aussichtsplattform (gesichert natürlich), Hochzeitsfotos schiessen oder einfach den Rundumblick auf Macao geniessen.

Und dann gibt es noch die Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum, etwa die Ruinen von St. Paul, den Largo de Senado, die St. Dominics Kirche oder das Mandarin’s House.

Ein Abstecher in die Altstadt von Taipa lohnt ebenfalls. In den engen Strassen fühlt man sich wie in einem portugiesischen Städtchen. Farbenfrohe Häuser säumen die Gässchen und Souvenirläden verkaufen macauische und chinesische Spezialitäten. Ausserdem findet man dort eine Strasse mit Restaurants, welche chinesische, portugiesische, macaoische und westliche Köstlichkeiten servieren.

Der bekannteste und farbigste Tempel in Macau ist der A-Ma Tempel. Er existierte schon, bevor Macau entstand und gab der Stadt ihren chinesischen Namen (Aomen = Macau). Die Tempelanlage befindet sich an einem Hügel und ist der taoistischen Gottheit A-Ma und dem buddhistischen Gott der Barmherzigkeit gewidmet.

Als Alternative zum Nachtleben in den Casinos findet man in Macau auch eine Strasse mit Bars, in der man draussen sitzen und einen Blick auf den äusseren Hafen und das Pearl River Delta geniessen kann. Einige der Bars bieten Livemusik oder kleine Showeinlagen. Zudem gibt es ein paar populäre Bars mit gemütlicher Atmosphäre auf Taipa Island. Oder man besucht die Fisherman’s Wharf, die eine Kombination aus Bars, Restaurants, Geschäften, Ausstellungen und Unterhaltungen bietet. Ebenfalls einen Besuch lohnt die „Rooftop bar“ Sky 21 im AIA-Turm, wo man eine super Sicht auf die Casinos hat. Weitere Restauranttipps findet ihr auch hier. (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Die Autorin: Tamara Benz, Jahrgang 1983, ist in Davos geboren und aufgewachsen, ehe sie für sieben Jahre nach Brugg zog. Dann ging ihre Reise weiter: Seit kurzem lebt sie nun in China. Ihr Freund hat hier einen Job als Expat in der Stadt Xiamen bekommen. Und sie will die Möglichkeit nutzen, Land, Leute und die Sprache kennenzulernen. Hier im Blog berichtet Tamara regelmässig über ihr Leben in Asien.

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