Kurz nach unserer Ankunft am Flughafen von Pyöngyang werden wir zum Yanggakdo-Hotel gefahren. Es liegt auf der Insel Yanggak mitten auf dem Fluss Taedong, der quer durch die Stadt fliesst. Als wir über die Yanggak-Brücke zum Hotel hinauffahren, hebt sich der Bau sehr stark von der restlichen Skyline ab. Das Hotel ist eines der höchsten Gebäude Nordkoreas.

Verschiedene Hotels

Während unserer Reise werden wir stets in einem neuen Hotel verpflegt. Nicht alle sind jedoch für Ausländer gedacht. Neben dem Yanggakdo Hotel gibt es zum Beispiel das „Koryo Hotel“, das ein bisschen zentraler gelegen ist.

Das berühmteste Hotel – und wohl der berühmteste Bau der ganzen koreanischen Halbinsel – ist das „Ryugyong Hotel“. Es ist nämlich seit 1987 im Bau und wird wohl in den nächsten zwei Jahren fertiggestellt. Mit 330 Metern wird es nach Vollendung mit den höchsten Hotels der Welt konkurrieren und knapp in die Top 30 der höchsten Wolkenkratzer rutschen. Bei Vollendung wird es aber auch einen Titel verlieren: das höchste unbewohnte Gebäude der Welt.

Drinks, Euros und eine Runde Golf

Unser Hotel stellte sich als eine schöne Überraschung heraus. Eigentlich hätten wir keine so noble Stätte erwartet. Doch man gibt sich sehr viel Mühe, dass man sich wie in Europa fühlt. Die Hotelzimmer sind westlich eingerichtet, im Fernsehen läuft CNN und Deutsche Welle.

Doch das ist noch nicht alles. Hinter der Lobby gibt es einen kleinen Laden und einen Buchladen mit Büchern zum Gründervater Kim Il Sung und seinem Sohn Kim Jong Il. Im obersten Stock gibt es ein Restaurant mit Bar, von wo ich das Foto (oben) geschossen habe. Das Taedong-Bier ist überraschend günstig (1 Euro pro 0.5 Liter) und schmeckt laut unseren deutschen Mitreisenden „ganz gut“.

Was mich aber am meisten begeisterte ist der Neun-Loch-Golfplatz auf dem Hotelgrundstück. Das hätte ich nun nicht erwartet, dass man hier Golf spielen kann. Ich bin natürlich ohne Ausrüstung eingereist, doch im Clubhaus kriegt man alles für insgesamt 25 Euro. Am Ende war es nicht gerade Pebble Beach, aber es hat wahnsinnig Spass gemacht. Wer nun denkt, der Platz wurde nur für die Touris gebaut, liegt falsch. Laut der südkoreanischen Zeitung „Seoul Times“ spielen auch die Nordkoreaner gerne mal Golf.
Mehr über Golfing hier.

Foto: Rico Wyder

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