Eine beeindruckende Flora und Fauna, wunderschöner weisser Sand, einige Tage auf See – ein kurzer Erlebnisbericht eines Australienbesuchers, der sich in die Whitsunday Islands im Great Barrier Reef verliebt hat.

White Haven Beach

(Alle Fotos: Dusan Milakovic)

Die Ostküste Australiens ist der touristische Anziehungspunkt des Riesenlandes, dort tummeln sich die Backpacker und die meisten Sprachreisenden. Schliesslich eignen sich Sydney wie auch Melbourne als Startorte genauso wie Cairns oder Darwin im Norden als Zielorte anbieten.

Nun war ich mit Partnerin im Gepäck der Ostküste entlang nordwärts gereist, dank dem Greyhound geht das ja problemlos. Nach Abstechern in Byron Bay (traumhaft), Surfers Paradise (langweiiiilig!) und Noosa (cool!) trafen wir in Airlie Beach ein, neben Cairns der Hauptstartpunkt für Reisen ins Great Barrier Reef und die darin gelegenen Whitsunday Islands (Pfingstsonntaginseln, was für ein Name). Diese bestehen aus knapp 70 Inseln. Die meisten geniessen Nationalparkstatus (Whitsunday-Islands-Nationalpark) und sind unbewohnt, weshalb sie noch relativ unberührt sind (Lost lässt grüssen).

Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriff der Erde und gehört seit 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das eindrückliche Riff, 2300km lang auf einer Fläche von 347800km2, „kann mit bloßem Auge vom Weltall aus gesehen werden“, wie Wikipedia berichtet. Eine ungeheure Fülle von unzähligen Arten der Flora und Fauna lebt auf dieser riesigen Fläche (mehr als 8x so gross wie die Schweiz!!!).

Airlie Beach, der Ausgangspunkt für einen GBR-Trip, ist im Grunde nur ein kleines Dörfchen, jedoch handelt es sich dabei um ein wichtiges Touristenzentrum im Norden, das durch seine Nähe zu den Whitsunday Islands profitiert. Wie Gott in Frankreich fühlte sich Dusan in Airlie Beach, denn wir fanden ein Hostel, das einen Pool mit direkter Sicht aufs weite, weite, weite Meer hatte. Doch Achtung, nach nur einer Nacht hatten wir uns irgendwelche dummen Viecher (wohl klitzekleine Läuse) aufgelesen, die wir nur loswerden konnten, wenn wir die Kleider und das restliche Gepäck für 3 Tage an der prallen Sonne stehen liessen.

Derwent Hunter

Dies war der Ausgangspunkt für eine eindrückliche Reise. Auf ewig nicht aus dem Kopf gehen wird mir der Boots-, ja eigentlich Schiffsausflug auf der Dervent Hunter, einem beeindruckenden Segelschiff (wohl nur für uns Schweizer), samt rauhbeinigem Kapitän und einer coolen Surferin als Reiseführerin (wie man es sich vorstellt in Australien). Zuerst ein wenig skeptisch, mich mit lauter wildfremden drei Tage lang auf einem doch eher engen Boot zu tummeln, erwuchs in mir innert kürzester Zeit ein wilder unbändiger Seemann. Während meine Freundin fast schon seekrank vor sich hin ächzte, kannte der Pirat in mir keinen Schmerz.

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