Eine beeindruckende Flora und Fauna, wunderschöner weisser Sand, einige Tage auf See – ein kurzer Erlebnisbericht eines Australienbesuchers, der sich in die Whitsunday Islands im Great Barrier Reef verliebt hat…Fortsetzung…

Come Fishy Fishy

(Alle Fotos: Dusan Milakovic)

Schon nach zwei Stunden auf dem schwimmenden Gefährt fegte uns ein Sturm (ja, ein echter furchteinflössender Sturm) die restlichen Läuse aus den Haaren, sodass wir froh waren, als wir wieder Land vor unseren Augen hatten. Aber nein, wir blieben an Bord und durften das ersehnte Inselchen nur von weit besichtigen.

Derwent HunterAm nächsten Tag (und nach einer beinahe schlaflosen Nacht – wer verkraftet es überhaupt, unter Deck zu schlafen?) erreichten wir aber relativ rasch das Ziel unseres Ausfluges: Den White Haven Beach. WOW! So eine schöne Sand-/Strandlandschaft hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. White Haven? White Heaven! Kaum den Antijellyfishanzug angestreift (es wimmelte nur so von Quallen, doch wir konnten ihnen entwischen – ätsch!) sprangen wir ins Schlauchbötchen, mit dem wir an Land gehen wollten.

Unterwegs kreuzten wir eine Riesenschildkröte (Art unbekannt), die anscheinend auf einem Sightseeingtrip war wie wir. Auf jeden Fall liess sie sich nicht von unserem Tuckern abwimmeln und folgte uns sogar einige Meter. Ein wunderschöner Augenblick. Sobald wir an Land gingen, wanderten wir auch schon rauf auf den Aussichtsturm der Insel. Plötzlich waren alle still – ein kleines Känguruh (Wallaby!) genehmigte sich einige Sträucher abseits des Weges, und wir starrten es alle ungläubig an. Was für eine schöne Sekunde, denn das Beuteltierchen (es war ja noch sooo klein) entdeckte unser Gaffen und schwirrte innert einiger Hundertstel Sekunden ab in den Urwald, sodass wir uns einbildeten, eine Staubwolke erblickt zu haben.

White Haven Beach

Oben angekommen genossen wir eine der eindrucksvollsten Aussichten, die ich während meiner Reisen erleben durfte. Flut und Ebbe verändern nämlich das Bild des White Haven Beach ständig, sodass er sich jeden Tag einem neuen Kleid zeigt. Herrlich, und tatsächlich ging auch schon bald die Sonne unter und wir durften auch noch dieses Naturereignis bewundern.

Go Fishy Fishy

Am letzten Tag hiess es Schnorcheln gehen, Fische bestaunen. Wer hätte gedacht, dass sich sogar in Ufernähe die buntesten Fischchen tummeln und überhaupt keine Berührungsängste verspüren. Mit einem Stück Toast in der Hand hiess es nun bewegungslos im Wasser zu treiben – und siehe da: Die kleinen Fische begannen am Toastbrot zu fressen, und zu meinem Erstaunen hielten sie meine Zehen wohl für Emmentaler Käse, denn sie fingen auch an, an meinen Füssen zu nagen. Wobei, es fühlte sich eher wie ein Gekitzel an…nach kurzer Zeit bewegte ich mich jedoch fort, schliesslich wollte ich mich nicht als Köder für grössere Fischchen anbieten.

Between the IslandsDie nächste Station war eine Verbindung zwischen zwei Inseln, die bei Ebbe entstand (bei hin und her spazieren, aber Achtung, wenn die Flut kommt, auweia!). Leider war es das auch schon, denn kurze Zeit später kehrten wir nach Airlie Beach zurück und mussten unser nun läuseloses Gepäck abholen. Das Rauschen des Meeres, die ergreifende Natur – nie mehr werde ich das vergessen…

Tagged: Archive, Reisetipps & Insider

Kommentare

  • Marvin

    Hi,
    Ich wollte nur sagen, dass die Bilder wirklich beeindruckend sind. 🙂
    Ich wollte auch mit einem grßen Segenschiff zum schnorcheln fahren, habe es aber in letzte Sekunde abgeblasen wegen schlechtem Wetter. Ich Sitze gerade in Mission Beach und durchstöbere das Internet Nach informationen. 🙂

    Liebe Grüße aus Down under,
    Marvin

    10. November 2008 at 04:49
  • Andreas

    Den White Haven Beach habe ich mit eigenen Augen gesehen… traumhaft, einfach traumhaft! So ein Idyll, da muss einfach dahinschmelzen…

    12. November 2008 at 08:49

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