Ein Tag ohne Pisco ist für Chilenen und Peruaner wie ein Tag ohne Sonnenschein. Längst hat sich der Weinbrand sowohl in Chile als auch in Peru als Nationalgetränk durchgesetzt und wird nahezu auf jeder Party und bei jedem Apéro gereicht. In welchem der beiden Länder der Pisco tatsächlich das erste Mal getrunken wurde, ist nach wie vor nicht zweifelsfrei geklärt. Eine köstliche Variante des seit 1920 bekannten Getränks ist der Pisco sour. Er wird mit drei Teilen Pisco, je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup und Ei gemixt. Bei der letzten Zutat muss man sich ein bisschen überwinden und die heilige Regel aller Reisenden – im Ausland kein rohes Ei zu essen – überwinden, denn es sei hiermit versichert: Ohne Ei kein ordentlicher Pisco. Also Augen zu und durch!

Wer vom Pisco nicht genug bekommen kann, sollte sich die Pisco-Plantagen südlich der Atacama-Wüste anschauen. Hier wartet ein wahres Wunder auf den Besucher: Mitten in kahlster Landschaft mit schroffen Felsen tut sich das Elqui-Tal auf, in dem die Trauben für den Pisco reifen. Es zieht sich an den Andenhängen entlang bis zum Pazifik. Hier kann man Pisco direkt vom Abfüller kaufen. Glücklicherweise ist Pisco mittlerweile auch in den Regalen grösserer Einkaufsketten vertreten. Ein Wermutstropfen bleibt aber dennoch: Zu Hause schmeckt Pisco natürlich längst nicht so gut wie in Südamerika!

Tagged: Archive, Chile, Peru, Reisetipps & Insider

Kommentare

  • Gerardo

    Hallo Stefanie

    Ich bin selber Peruaner. Und wir Peruaner, die in der Schweiz leben, konsumieren auch hier den Pisco. Die Pulver-Päckli-Variante aus den Supermärkten ist auch eine gute Alternative. Saludos, Gerardo

    17. März 2008 at 11:42
  • Michael

    Hallo Stefanie,

    „In welchem der beiden Länder der Pisco tatsächlich das erste Mal getrunken wurde, ist nach wie vor nicht zweifelsfrei geklärt.“ – Pisco wurde bereits Anfang des 17.Jahrhunderts in Perú hergestellt, mindestens hundert Jahre früher als in Chile (wie kommst Du auf 1920? Vielleicht Pisco Sour!). Der Name stammt ja auch von der Stadt/Region Pisco in Perú. Aber dieser ganze Streit, aus welchem Land nun der Pisco stammt, hat heute wohl eher markenrechtliche Gründe. Jedenfalls haben es die Chilenen weit besser auf die Reihe bekommen ihren Pisco international zu vermarkten.

    1. Juni 2008 at 09:04
  • Nedim

    Ja, die Chilenen habens besser gemacht. Man findet hier kaum peruanischen Pisco, sondern nur chilenischen.
    Zualledem wird der Pisco Sour hier in Bars leider oft ganz ohne Ei serviert.
    Eine Seite, wo man peruanischen Pisco bestellen kann: http://www.pisco-peru.ch

    12. März 2009 at 23:33
  • Harald

    Wie es in der Schweiz mit Angebot von Pisco aus Perú aussieht kann ich leider nicht sagen. Jedoch hat sich in Deutschland das Angebot wesentlich verbessert. Pisco aus beiden Ländern versendet Mercado Sur http://www.mercadosur.de, ob auch in die Schweiz, kann ich allerdings nicht sagen. Einfach probieren!

    28. März 2009 at 23:38
  • Christian

    Hallo zusammen,
    Der pisco sauer wird aus Pisco Peruano! (prefärenziel Quebranta), jarabe de goma (zuckerrohrsirup), limettensaft und Eiweiss gemixt, in der Verhältnis, 3, 2, 1, 1

    30. September 2012 at 09:08

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*