Lagos, eine 20’000-Einwohnerstadt im Süden Portugals an der Algarve, ist ein typischer Badeort. Der Ort ist beschaulich, wenn auch im August ziemlich überfüllt. Auf den Plätzen hoffen Musiker und Künstler auf ein paar Euro, in den Gassen sitzen Strassenverkäufer mit der üblichen Ware: Gefälschte Handtaschen, billiger Schmuck und bemalte Holzgegenstände aus Afrika. Vor den zahlreichen Bars in der Altstadt buhlen die meist britischen Promoter um Aufmerksamkeit und locken Touristen mit „Free Shots“ in ihre Lokalitäten.


Der beschauliche Hafen von Lagos. Alle Fotos: Andrea Schmits.

Wenige Minuten von der Altstadt entfernt befindet sich die Marina, der Hafen. Hier gibt es weitere Pubs und Restaurants, darunter auch ein Schweizerisches, falls man während der Ferien mal Lust auf Rösti bekommt. Ausserdem kann man hier tagsüber Bootsausflüge buchen.

Die Sehenswürdigkeiten von Lagosbeschränken sich auf das Forte da Ponta da Bandeira, eine kleine Festung am Rande der Altstadt, sowie die Igreja de Santo António (Foto links). Die im 18. Jahrhundert erbaute Kirche hat den Ruf, eine der schönsten in ganz Südportugal zu sein.
Der kilometerlange Sandstrand Meia Praia grenzt direkt an Lagos und ist sehr schön, sauber und bietet Platz für alle. Beeindruckend ist das Meer: Anders als zum Beispiel an der Küste des eingebetteten Mittelmeers entfaltet hier der atlantische Ozean seine ganze Kraft. Oft hat es starke Wellen, die den Badespass vergrössern. Mit etwas Glück trifft man vormittags Fischer, die ihren Fang an die Küste bringen. Das Spektakel, wenn die Möwen davon Wind kriegen, ist gross, und auch Kinder haben ihre helle Freude: Viele schwimmen mit einzelnen Fischen in der Hand aufs Meer, um die dort wartenden Möwen von Hand zu füttern.

Trotz all dem merke ich nach drei Tagen, wie mir langweilig wird. Ich kann einfach nicht in ein fremdes Land reisen und dann immer auf ein und demselben Liegestuhl liegen. Ich will etwas Neues entdecken, die Gegend erkunden. Ausserdem brauche ich eine Pause von der Familie neben uns, die ihren vierjährigen Sohn ständig direkt neben den Liegestuhl urinieren lässt – mit der Begründung, er sei zu klein fürs WC (Frage an alle Mütter: Ist das normal?).

Was wir schliesslich auf unseren Ausflügen alles sehen und erleben, erfahrt ihr im nächsten Teil.

Tagged: Archive, Portugal, Reisetipps & Insider

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*