Puerto del Rosario ist die Hauptstadt der Kanareninsel Fuerteventura. Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert hinein auch als Puerto de Cabras (Ziegenhafen) bekannt, denn früher florierte hier der Handel mit diesen Vierbeinern. Puerto del Rosario verfügt über einen großen Hafen. Von hier aus gelangt man mit der Fähre auf die Nachbarinseln Las Palmas und Gran Canaria. Das Hafenviertel von Puerto del Rosario wurde in den letzten Jahren restauriert. Hier herrscht ein reges Treiben, genau wie in der Altstadt mir ihren historischen Gebäuden, die um 1900 erbaut worden sind.

Puerto del Rosario

(Foto: Gerd Fahrenhorst)

Für den Besuch Puerto del Rosarios solltet ihr nicht sehr viel Zeit einplanen. Bei meinem Besuch dort, fand ich, dass ein halber Tag absolut ausreicht, die Stadt zu erkunden. Wer sich gern an belebten Orten aufhält, sollte seine Füsse auf die Flaniermeile Avenida de los Reyes de España setzen. Zahlreiche weiße, restaurierte Häuser bilden den Abschluss der Promenade und muten an wie eine weiße Stadtmauer. Zentrale Treffpunkte in Puerto del Rosario sind der Kirchplatz und die Cafeteria Tinguaro in der Nähe der winzigen Markthalle. Während der Siesta vertreibt man sich die Zeit am besten mit einem ausgiebigen Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants.

Lust auf Shopping? Die Flanier- und Geschäftsmeile Calle Leon y Castillo mit ihren zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten erstreckt sich vom Hafen in die Stadt hinein. Einkaufspassagen und kleine Läden wechseln sich ab mit kleinen Parkanlagen und Plätzen.

Perto del RosarioWo eine Insel ist, gibt es natürlich auch Strand, auf Fuerteventura sogar einen sehr schönen. Rund drei Kilometer südlich vom Zentrum Puerto del Rosarios enfernt erstreckt sich auf einer Länge von 600 Metern die Playa Blanca, der „weiße Strand“. Der sehr natürliche Strand weist eine leichte Brandung auf und ist somit bestens zum Baden geeignet. Leider liegt er recht nah an der Einfallstraße und dem Flughafen.

Falls Ihr schon mal was vom baskischen Schriftsteller Miguel de Unamuno gehört oder besser noch gelesen habt, interessiert Euch vielleicht das Casa Museo Unamuno. Die Nachbildung der Unterkunft des Schriftstellers südlich der Pfarrkirche erinnert an sein Exil, das ihn im Jahr 1924 auf die Insel Fuerteventura verschlug. Er fand auf der Insel schnell Verwandte im Geist und besitzt heute einen Ehrenplatz in der Geschichte von Fuerteventura. Hier verfasste er während seines sechsmonatigen Aufenthaltes bis zu seiner Flucht zahlreiche Artikel und Erzählungen. Texte und Fotos dokumentieren die Zeit des Schriftstellers auf der Insel. Der Eintritt ist sogar frei!

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