Arosa hat rund fünf Kilometer Schlittelpisten, verteilt auf drei offizielle Schlittelpisten. Dieses Mal habe ich mich für die Abfahrt vom Prätschli runter an der Obersee entschieden.

Arosa Schlittelpiste Ende
Idyllisch – Das Ende der Schlittelpiste in Arosa. Alle Fotos: Ralph Hutter

Am RhB Bahnhof in Arosa miete ich für meine englischen Gäste und mich vier Schlitten. CHF 12.— kostet die Miete pro Schlitten, und ich hinterlege eine Kaution von CHF 200.—.  Wer zwischendurch einen Restaurantbesuch plant, fragt am besten hier nach passenden Schlössern, damit die Schlitten vor dem Gashaus gesichert werden können.

Anfahrt ins Prätschli. Mit Bus oder Taxi?

Eigentlich wollte ich den Gratisbus vom Postplatz ins Prätschli nehmen. Angesichts der wartenden Menschenschlange haben wir kurzentschlossen ein wartendes Taxi genommen. Vier Personen, vier Schlitten, fünf Minuten Fahrt, CHF 17.— Fahrtkosten.

Der Taxifahrer selbst fährt wie ein Verrückter über die schneebedeckten Strassen und steht in jeder zweiten Kurve quer. Spätestens wenn sich Pferdeschlitten, Autobus und Taxi in der Haarnadelkurve begegnen, wird auch die Fahrt zur Schlittelpiste abenteuerlich. Trotz rasanter Fahrweise erzählt er nonstop Geschichten aus dem Dorfleben und den umliegenden Hotels.

Die Abfahrt vom Prätschli

Die Schlittelpiste ist ungefähr ein Kilometer lang, sehr gut präpariert, beschildert und nachts auch beleuchtet. Die erste Hälfte ist langgezogen und ideal, um ein Gefühl für den Schlitten zu bekommen. Im unteren Drittel warnt ein grosses Schild „Vorsicht – Langsam fahren“. Warum? Eng gezogene Kurven, ein kleine vereiste Brücke und einige heftige „Bumps“ lassen mein Adrenalin kurz hochschnellen, bevor ich mich nach der viel zu kurzen Fahrt gleich neben dem Bahnhof am Obersee wieder finde.

Das hat Spass gemacht. Jetzt gleich nochmal! Vor dem Bahnhof steht zufällig wieder derselbe Taxifahrer. Also gleich nochmals die Schlitten einladen und ab auf das Prätschli.

Die Engländer wollen heute Abend Schweizer Küche. Der Taxifahrer empfiehlt das Cordon Bleu vom „Quellenhof“ und anschliessend einen Drink an der Hotelbar im Eden.

Alleine die beiden Tipps haben die Taxifahrt mehr als bezahlt gemacht. Und nächstes Mal sind die anderen beiden Pisten an der Reihe..

PS: Das Cordon-Bleu im „Quellenhof“ war wirklich fantastisch. Und als Beweis ein Quadcam-Bild (Was sonst, seit ich im Quadcam-Fieber bin?!) vom Corpus delicti.

Quadcam Cordon-Bleu
Cordon-Bleu im Quellenhof Arosa.

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