In die Paella stecken die Spanier ihre ganze Seele. Das Familienessen hat eine lange Tradition und ist auch bei den Touristen sehr beliebt.

So gross wird die Paella dann doch nicht...

(Foto: Keystone / EFE AP Ballesteros)

Gestern las ich in einem Kochrezepte-Forum folgende Frage: „Ich esse sehr, sehr gerne Paella. Bisher habe ich sie immer tiefgekühlt gekauft. Wer kann mir ein Rezept für eine selbst gemachte Paella schicken?“ Na hoffentlich liest das kein Spanier! Wie kann man gerne Paella essen und damit die Reispfanne aus dem Tiefkühler meinen?

Das Nationalgericht der Region Valencia und der spanischen Ostküste besteht traditionell aus Reis mit Safran, Hähnchen- oder Kaninchenfleisch, Tomaten, grünen Bohnen, Saubohnen und gelegentlich auch Artischockenherzen, Knoblauch und Rosmarin und muss natürlich frisch zubereitet werden. Und wer keine Paella-Pfanne, die so genannte Paellera, zu Hause hat, sieht schon mal alt aus, denn das fast Wagenrad grosse Kochutensil braucht man dazu unbedingt. Herkömmliche Pfannen sind für eine Paella viel zu klein.

Die zweite Hürde ist der Reis, denn das muss schon echter Paella-Reis sein. Falls ihr den nicht im Laden bekommt: Eine Vielzahl von Online-Shops hat ihn vorrätig. Der Reis wird auch gelegentlich bei Ebay versteigert. Im Notfall tut es auch Risotto-Reis, denn auch in Spanien hält man sich nicht immer an das valenzianische Rezept. In den verschiedenen Regionen Spaniens wird die Paella oft an die Eigenheiten der einheimischen Küche angepasst. So wird zum Beispiel in der katalanischen Küche die Paella mit Huhn und Meeresfrüchten zubereitet. Diese oft angebotene und auch als Tiefkühlfrost erhältliche „Paella mixta“ wird von den Valencianern gern als Touristen-Paella beschimpft. Ein genaues Rezept spare ich mir an dieser Stelle, denn die Paella schmeckt sowieso am besten in Spanien – über dem offenen Pinien- oder Mandelholz-Feuer gegart.

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