Sich für die „ewige Stadt“ nur 13 Stunden Zeit zu nehmen, ist schon sehr anmassend. Doch es ist nun mal wie es ist und so reicht es nur für ein Rennen von Highlight zu Highlight, ohne dass wir uns richtig auf die Metropole einlassen können.

Foro Romano

(Foto: Andrea Schmits)

Es verspricht, ein wunderschöner Juni-Tag zu werden, als wir um 6:30 Uhr mit dem Bus von Süditalien in Rom ankommen. Wir sind nach einer holprigen Fahrt zwar ziemlich übernächtigt, freuen uns aber sehr auf die kommenden Stunden, die wir – beide zum ersten Mal – in Italiens Hauptstadt verbringen werden. Leider müssen wir bereits morgen wieder in Zürich sein und deshalb den Nachtzug um 19:30 Uhr nehmen. Also kaufen wir an einem Kiosk erstmal einen Reiseführer, setzen uns in ein nahegelegenes Caffè und planen bei Espresso und Brioche den vor uns liegenden Tag. Unsere Kräfte gesammelt und sozusagen einen Schlachtplan ausgeheckt, machen wir uns schliesslich auf den Weg, Rom in nur 13 Stunden zu entdecken. Natürlich ist die Zeit viel zu kurz, um dieser riesigen Stadt gerecht zu werden, doch für die Hauptattraktionen wird es hoffentlich reichen. Oder?

Piazza di SpagnaAls erstes pilgern wir zum Vatikan. Der kleinste anerkannte Staat der Welt ist ziemlich beeindruckend und die Aussicht vom Petersdom auf den Petersplatz und das rundum liegende Rom fantastisch. Weiter geht es zum Castel Sant’Angelo, der Engelsburg, und dann zur Piazza die Spagna, welche wir durch die Via Condotti, eine luxuriöse Einkaufsstrasse, erreichen. Schnell laufen wir die spanische Treppe einmal rauf und runter, schiessen unsere Fotos und gehen weiter: Wir haben es schliesslich eilig, also auf zum wunderschönen Fontana di Trevi, dem grössten Brunnen Roms. In traditioneller Touristen-Manier werfen wir natürlich eine Münze hinein und wünschen uns etwas. Nach einer kurzen Mittagspause machen wir uns frisch gestärkt auf den zweiten Teil unserer „Speed-Sightseeing“-Tour. Zuerst sehen wir uns das Pantheon an, das lange Zeit die grösste Kuppel der Welt sein Eigen nannte. Danach geht’s zur Piazza Navona, in dessen Mitte der Fontana dei Quattro Fiumi steht. Als nächstes steht das Monumento a Vittorio Emanuele II an, von dem aus man einen fantastischen Blick auf das Foro Romano und das dahinterliegende Colosseo hat. Damit sind wir auch schon an der letzen Attraktion des Tages angekommen. Schnell noch alles bewundert und bestaunt und auf zum Bahnhof, an dem wir gestresst aber zufrieden in unsere Zugsitze sinken.

Wir sind uns einig: Wir werden Rom wieder besuchen und uns das nächste Mal mehr Zeit lassen. Vielleicht nehmen wir dann das Flugzeug, um uns durch diese Zeitersparnis gegenüber dem Zug noch weitere wertvolle Stunden in Rom zu „erkaufen“.

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