48 Stunden in Berlin – Ja, das ist zu kurz für eine Stadt, die mit fast 892 Quadratkilometern Fläche grösser ist als München, Frankfurt am Main und Stuttgart zusammen. Trotzdem eignet sich die Stadt wegen der kurzen Flugdauer von knapp eineinhalb Stunden gut für einen Wochenendaufenthalt. Man muss sich einfach damit abfinden, nur die Touristenattraktionen zu sehen. Für Insider-Tipps bleibt beim ersten Mal leider keine Zeit. Die kann man ja an weiteren Berlin-Wochenenden nachholen, denn Berlin-Touristen sind meist Wiederholungstäter.

Hier ein Zeitplan für den ersten Besuch, zur Nachahmung empfohlen:

Freitagabend: Ankunft in Berlin

19:00 Uhr

Schnell die Taschen im Hotel abgelegt, geht’s gleich wieder los, die Stadt erkunden. Für den Abend eignen sich die bekannten Ausgehmeilen am Prenzlauer Berg, in Friedrichshain, rund um den Hackeschen Markt, in Kreuzberg oder im Nikolai-Viertel. Wer’s gern gediegener mag, fühlt sich in den Szene-Clubs am Savigny-Platz oder den teuren Restaurants am Gendarmenmarkt wohl.

Besonders empfehlen kann ich Kreuzberg: Super gegessen haben wir im türkischen Restaurant „Hasir“ an der Adalbertstrasse. Die perfekte Bar fanden wir mit dem „Luzia“ nur wenige Meter weiter an der Oranienstrasse. Auch das Café Alibi gleich gegenüber ist sehr gemütlich. Hier kann man auch ganze Vormittage mit einem ausgiebigen Frühstück und Klatschmagazinen verbringen.

Samstag

10:00 Uhr

Nach einem Katerfrühstück geht’s ab in die Innenstadt. Wer shoppen möchte, sollte das heute tun, denn sonntags haben die Läden auch in Berlin geschlossen. Als echter Tourist verbringt man den Tag am Ku’damm und in den angrenzenden Strassen. Neben dem grössten Kaufhaus Europas, dem KaDeWe, gibt’s hier Filialen fast jeder grossen Kette, alle paar Meter die berühmte Berliner Currywurst und durchaus auch Sehenswürdigkeiten wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Currywurst
Das Berliner Genussmittel schlechthin: die Currywurst.
Alle Fotos: Andrea Schmits.

15:00 Uhr

Ausgeshoppt, kann man eines der 170 Berliner Museen besuchen, zum Beispiel das Jüdische Museum, das Haus am Checkpoint Charlie, die Mauergedenkstätte oder das DDR-Museum. Viele Museen auf kleinem Raum findet man auf der Museumsinsel nahe dem Alexanderplatz. Sie beherbergt das Pergamom-Museum, das Bodemuseum, die Nationalgalerie, das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung. Alleine die Bauten sind oft bereits von aussen einen Blick wert, ausserdem findet hier der Zeughausmarkt statt mit allerlei Souvenirs und Berlin-Gemälden.

Berliner Dom
Der Berliner Dom, unweit der Museuminsel.

Von jedem Reiseführer zu Recht empfohlen wird auch ein Spaziergang von der Museumsinsel durch die Strasse Unter den Linden zum Brandenburger Tor. Im Operncafé kann man sich zwischendurch mit Kaffee und Kuchen stärken.

Für Kinder sicher ein Erlebnis ist übrigens das Legoland, ohne Kinder könnte man noch das Erotik-Museum am Ku’damm besuchen, offenbar das meistbesuchteste Museum Berlins.

20:00 Uhr

Erschöpft vom Tag in Berlin, reisst man sich abends nochmal zusammen und nimmt sich die nächste Ausgehmeile Berlins vor (die ich oben bereits aufgezählt habe). Man kann aber auch ins Konzert, in die Oper, ins Theater – oder wie wir an einen Boxkampf (Arthur Abraham gegen Jermain Taylor).

Das Sonntagsprogramm findet ihr im zweiten Teil.

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