Von der Grösse her ist Kopenhagen perfekt für einen Städtetrip: Wenn man sich ranhält, hat man in zwei Tagen das Wichtigste gesehen. Zudem kann man mit einem zentral gelegenen Hotel alles zu Fuss meistern. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken.)

Die Highlights:

  • Die Meerjungfrau ist Kopenhagens Wahrzeichen Nummer 1. Von der 125 Zentimeter grossen „Lille Havfrue“, die elegant auf einem Felsen im Wasser sitzt und sich tagein, tagaus von Tausenden Touristen fotografieren lässt, kann man einen Spaziergang zu vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt machen.
  • Nach einem kurzen Bummel entlang der beschaulichen Hafenpromenade gelangt man zum Kastellet. Was aussieht wie ein Park, ist in Wirklichkeit eine Festung, die 1662 als Schutzraum für die Elite der Stadt gebaut wurde. Auf dem Gelände befinden sich neben einem schönen Brunnen auch eine Kirche sowie eine holländische Mühle.
  • Nur wenige Minuten davon entfernt befindet sich die Amalienborg, die Stadtresidenz der dänischen Königin Margarethe II. Ist die königliche Familie zugegen, findet jeden Tag um 12 Uhr eine Wachablösung statt.
  • Nun ist das neue Schauspielhaus nicht mehr weit. Wer nicht an Theater interessiert ist, kann sich hier direkt am Hafen in einem gemütlichen Café oder Restaurant entspannen.
  • Lässt man den Hafen hinter sich und spaziert dem Stichkanal in Richtung Innenstadt entlang, gelangt man zum Nyhavn. Ähnlich wie die Meerjungfrau hat ihn jeder schon mal auf Bildern gesehen: Am Ufer des Kanals reihen sich die bunten Fassaden von Bars, Kneipen und Restaurants aneinander. Bei schönem Wetter kann man draussen sitzen und den anderen beim Flanieren zusehen.

Ein Spaziergang durch Christianshavn:

Auf der gegenüberliegenden Uferseite des Schauspielhauses liegt das Viertel Christianshavn. Zu ihm gelangt man entweder mit dem Boot oder zu Fuss über eine der Brücken. Sehenswert ist das Viertel vor allem durch drei Dinge:

  • Die selbsternannte Freistadt Christiania. Die Hippie-Kommune ist Kopenhagens zweitgrösste Touristenattraktion. 1971 wurde sie von Hausbesetzern auf einem verlassenen Kasernengelände gegründet, heute leben hier rund 1000 Menschen. Das Durchschnittsalter liegt knapp unter 50. Ein Spaziergang durch das Quartier ist etwas eigenartig: Es wimmelt einerseits von Touristen mit neugierigen Blicken und Teenies auf der Suche nach Marihuana. Auf der anderen Seite gehen die Aussteiger ihrem Alltag nach, während sie wie Tiere im Zoo beäugt werden. Weil Christiania sich stets an der Grenze zum Illegalen bewegt, ist Fotografieren verboten.
  • Nur wenige Gehminuten ausserhalb von Christiania befindet sich der Aussichtsturm der Kirche Vor Frelsers Kirke. Für einen Eintrittspreis von 30 DKK (etwa fünf Franken) darf man die 400 sehr steilen Stufen des Kirchturms erklimmen und Kopenhagen von oben betrachten. Bei unserem Besuch sah man leider kaum die Hand vor den Augen, so neblig war’s – dafür wurden wir zuoberst oben Zeugen eines Heiratsantrags.
  • Wieder unten, lohnt sich ein Besuch von Klein-Amsterdam. Das Ufer des Christianshavn-Kanal ist gesäumt von Häusern aus dem 17. und 19. Jahrhundert. Auf dem Wasser dümpeln Hausboote.

Ein Einkaufsbummel:

  • Haupteinkaufsmeile ist die 1.1 Kilometer lange Strøget. Sie beginnt am Rathausplatz und endet am runden Platz Kongens Nytorv. Da die Zone autofrei ist, lässt sich hier ganz entspannt einkaufen. Ein süsses Café befindet sich versteckt beim Platz Amagertorv mit seinem Storchenbrunnen: Hinter der Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen liegt das verspielt eingerichtete „Royal Café“.
  • Auch die Seitenstrassen haben’s in sich: Biegt man am Amagertorv in die Købmagersgade ein, locken viele weitere Läden. An der Nummer 11 befindet sich eine Filiale von Abercrombie & Fitch.
  • Parallel zur Strøget verläuft die Straedet. Hier sind kleinere, unabhängigere Läden und gemütliche Cafés und Restaurants zu Hause. Eine der wenigen international bekannten Läden an der Straedet ist H&M – und zwar die „Home“-Version, mit Wohntextilien und -accessoires, die es bei uns nicht gibt.

Gut schlafen:

Wir übernachteten im Absalon City Hotel nahe dem Vergnügungspark Tivoli (der bei unserem Besuch geschlossen war) und dem Bahnhof. Die Zimmer sind einfach, sauber und fürs Wochenende absolut preis- und empfehlenswert. Weitere Hotels in Kopenhagen könnt ihr hier buchen. Übrigens: Im Januar bietet ebookers.ch in vielen Hotels bis zu 50 Prozent Rabatt an.

Alle Fotos: Andrea Schmits.

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