Izmir zählt heute zu den lebendigsten Städten der Türkei. Es besitzt nach Istanbul den zweitgrößten Hafen und ist die drittgrösste Stadt des Landes. Die Stadt befindet sich in einer traumhaften Bucht an der Ägäisküste am Golf von Izmir, die von terrassenartig aufsteigenden Hügeln umgeben wird. Sie wird auch „Perle der Ägäis“ genannt und ist die Geburtsstadt von Homer.

Saat kulesi - Uhrturm

Wer durch Izmir schlendert, kann sich nur ein vages Bild davon machen, wie die Stadt zu ihrer Blütezeit in der Antike mal ausgesehen hat, denn durch Brände und Erdbeben wurden viele historische Bauten zerstört. Dennoch gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die die Jahre überdauert haben, als Izmir noch seinen ursprünglichen Namen „Smyrna“ trug, z.B. Kadifekale, eine Burg aus der Antike, die sich auf einem Hügel befindet, von dem aus man einen herrlichen Blick über Izmir, die Bucht und das Meer hat. Auch die Agora, der Marktplatz von Izmir im Stadtteil Narnazgah, zählt zu den eindrucksvollsten Zeugen der Geschichte der Stadt. Hier sind noch einige korinthische Säulen und Torbögen sowie einige Gebäudefundamente erhalten, die einen Eindruck von Izmirs glanzvoller Vergangenheit geben.

Zu den Highlights zählen auch zwei sehenswerte Aquädukte aus der Römerzeit Izmirs, die noch unter den Byzantinern und Römern benutzt und restauriert wurden. Es ist zum einen das Sirinyer Aquädukt, das sich im gleichnamigen Stadtteil befindet und über den Fluss Kemer führt sowie das Yesildere Aquädukt, ebenfalls im gleichnamigen Stadtteil.

Das Wahrzeichen von Izmir ist der Uhrturm Saat Kulesi. Er ist 24 Meter hoch, reich verziert und ein Geschenk des Sultans Abdülhamid II. an die Stadt. Er steht auf Resten römischer Stadtmauern und da man ihn gar nicht verfehlen kann, ist er gut als Orientierungs- und Treffpunkt geeignet.
Wer dann genug durch die Stadt geschlendert ist und genug Meer gesehen hat, der kann einen Abstecher zum Archäologischen Museum machen. Hier lagern wertvolle Fundstücke aus der frühen westanatolischen Geschichte. Höhepunkte sind die Statuen Demeters und Poseidons, die von der römischen Agora stammen.

Izmir

Touristisch gesehen kommen der Stadt auch die nahe gelegenen Ruinen weiterer antiker Städte zugute. Dazu zählen die Ruinen von Ephesos mit noch ganz phantastischen Bauten, die antike Stadt Pergamon sowie die Begräbnisstätte der Mutter Gottes – Meryemana. Ein Pluspunkt für die Stadt ist ausserdem das günstige Klima: Im Winter ist es mild und im Sommer kühlt eine erfrischende Seebrise die Hitze des Tages.
Trotz der Vielzahl an geschichtsträchtigen Orten sollte man nicht nur nach Izmir reisen, um die antiken Stätten abzugrasen, sondern sollte der Stadt auch die Chance geben sich mit ihrer Gegenwart zu beweisen. Dass die Zeit hier nicht stehen geblieben ist, bekommt der Tourist am leibhaftigsten im Kulturpark zu spüren. Dieser Park ist die größte Grünanlage der Stadt. Hier finden auch alljährlich die internationale Industrie- und Handelsmesse statt. Das hübsche Gelände beherbergt Restaurants, Nachtclubs, Teegärten, einen Lunapark sowie einen kleinen Zoo und ist sowohl für Einheimische als auch Touristen ein beliebtes Ausflugsziel.

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