Ko Samet

(Foto: wikicommons)

In Schweizer Reisekatalogen taucht Koh Samet zwar nicht prominent auf, doch in Thailand ist die Insel seit jeher für ihren weissen Sand berühmt. Heute ist sie vor allem aus einem anderen Grund beliebt: keine anderes Eiland liegt näher bei Bangkok – ein idealer Zufluchtsort für gestresste Hauptstädter. Bloss zwei bis drei Stunden Autofahrt nach Ban Phe und eine kurze Bootsfahrt trennen die Kapitale von der Insel. Und wer kein Auto zur Verfügung hat, nimmt den öffentlichen Bus. Die Fahrt von Bangkoks östlichem Busbahnhof an der Ekkamai Station bis ans Pier dauert dreieinhalb Stunden.

Ganz Koh Samet ist als Naturschutzgebiet deklariert, doch das will nicht viel heissen. Seit Verpackungen nicht mehr biologisch abbaubar sind, liegen diese einfach in den Gebüschen herum. Vielerorts ist illegal gebaut worden. Und das Hotel „Paradee Resort“ hat kurzerhand sein Gebiet zur Sperrzone für Fussgänger erklärt, was in öffentlichen Naturschutzgebieten nicht erlaubt wäre. Doch mit genügend hohen Kontakten geht alles. Mit Ausnahme dieses kleinen Gebietes im Süden ist die knapp 7 km lange und am nördlichen Ende 3 km breite Insel aber überall begehbar, wo es nicht gerade felsig ist.

Und dabei wird man höchstens an den Füssen nass, denn – ein weiteres Plus! – die Insel gehört zu den trockensten Gebieten ganz Thailands. Selbst während der Monsunzeit zwischen Juni und August regnet es nicht viel. Das Wasserreservoir in der Mitte der Insel wird kaum voll. Geleert wird es sowieso illegal und Wasser wird deshalb täglich vom Festland per Schiff auf die Insel transportiert.

Wie viele Inseln ist auch Koh Samet nach Stränden eingeteilt. Sai Kaew heisst der grösste Strandabschnitt und liegt im Nordosten. Die meisten Strände liegen auf dieser Seite der Insel und führen Sichel für Sichel bis zur Südspitze, während die wenigen Strände auf der Westseite eher abgeschieden und exklusiv sind. Dafür kann man da die Bangkoker Prominentenszene treffen – sofern man sie denn erkennt.

Udo residierte bei seinem Aufenthalt im sympathischen Samed Villa Resort, das von einem Schweizer aufgebaut worden ist. Es gehört zu den alteingesessenen Hotels und ist dabei gleichzeitig eines der fortschrittlichsten. So wird beispielsweise das gesamte Abwasser recycelt und kein Tropfen gelangt ins Meer. Samed Villa ist ein kleines, aber feines Resort, dessen Preis/Leistungsverhältnis auf der Insel seinesgleichen sucht.

Wer es hingegen luxuriöser und abgeschiedener haben möchte, der fühlt sich im Le Vimarn oder im Ao Prao Resort an der Westküste daheim. Einziger Wermutstropfen: nicht nur das Meer, auch die Preise sind gesalzen.

Tagged: Archive, Reisetipps & Insider, Thailand

Kommentare

  • Herby

    Interessant gestaltete Seite,mit nuetzlichen Infos zu vielen Laendern.
    Wunsche euch weiterhin viel Erfolg damit.

    22. September 2011 at 00:54

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