Turin, die Hauptstadt des Piemonts, ist in erster Linie bekannt für Juventus Turin und Fiat. Doch die Stadt hat viel mehr zu bieten als Fussball und Autos.

Mein erster Eindruck von Turin, nachdem wir irgendwann mal vom Süden heimkehrend nicht um die Stadt herum, sondern durch sie hindurch fuhren (wir hatten uns verfahren), war der einer versmogten, grauen Grossstadt, ohne jegliche Reize. Umso grösser also meine Überraschung, als ich wenige Jahre später einen genaueren Blick wagte und eine wunderschöne, weitläufige und historische Innenstadt entdeckte.

Piazza San Carlo

(Fotos: Andrea Schmits)

Unsere Sightseeing-Tour begann am frühen Vormittag am Piazza San Carlo. Umgeben von eleganten Gebäuden im Barockstil mit tiefen Arkaden, bietet er den idealen Ausgangspunkt, um die Stadt zu besichtigen. Wir frühstückten im Caffè Neuv Caval `d Brôns. Das Café ist sehr stilvoll und traditionell – mit 2.50 Euro für ein trockenes Gipfeli aber nicht gerade das Billigste. Noch bekannter als das Neuv Caval ‚d Brôns ist das auf der anderen Seite des Platzes gelegene Caffè San Carlo – Dort war allerdings just an diesem Morgen die Kaffeemaschine kaputt.

Gestärkt spazierten wir anschliessend durch die Via Roma, einer der exklusiveren Einkaufsstrassen, in deren Nähe sich auch das ausserhalb Kairos grösste ägyptische Museum der Welt befindet. Am Ende der Via Roma öffnet sich der weitläufige Piazza Castello mit dem Palazzo Madama und dem Palazzo Reale, dem ehemaligen Wohnsitz der Savoyer. Ersterer beherbergt heute ein Kunstmuseum. Direkt am Platz befindet sich auch die Touristeninformation, bei der zum Beispiel eine Fahrt mit dem Hop On – Hop Off Bus gebucht werden kann. Diese lohnt sich vor allem wegen den Informationen, die man via Kopfhörer in seiner jeweiligen Landessprache erhält – davon abgesehen ist die Turiner Innenstadt aber in einem Tag auch zu Fuss problemlos erkundbar.

Am Piazza Castello beginnt die über einen Kilometer lange Via Garibaldi, die für junge Leute ein wahres Shoppingparadies ist. Hier findet man neben Klassikern wie Foot Locker und Body Shop auch ausgefallenere Läden zu moderaten Preisen.

Fluss Po

Von der anderen Seite des Piazza Castello biegt die Via Po ab, die geradewegs zum gleichnamigen Fluss führt. Der Weg dorthin ist gesäumt mit durchgängigen Arkaden, die 1673 erbaut wurden, damit die Herrschaften bei jedem Wetter ohne Schirm vom Castello zur Piazza Vittorio Veneto flanieren konnten. Auf halbem Weg dorthin biegt eine kleine Strasse ab, die nach wenigen Metern zum Nationalen Filmmuseum führt. Dort befindet sich auch die Mole Antonelliana, das Wahrzeichen Turins, in der man via Panorama-Lift über die Dächer Turins aufsteigen und die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten kann.

Am Piazza Vittorio Veneto schliesslich lässt sich der Nachmittag bei einem Caffè gemütlich ausklingen. Abends locken die Restaurant, Bars und Clubs entlang dem Ufer des Po.

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