Unverhofft kommt oft – sogar im Ausland. Dort trifft man plötzlich auf Menschen, die man schon seit Monaten oder Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl sie mit einem an derselben Uni studieren. Im Ausland zufällig auf Freunde und Bekannte aus der Heimat zu stossen, ist schon irgendwie komisch, lässt sich aber anscheinend nicht vermeiden.

Na, wer ist das denn?

(Foto: Dusan Milakovic)

Flughafen Palma de Mallorca, Gepäckband:
Noch bevor mein Freund unsere Koffer sichtet, sieht er am benachbarten Gepäckband einen Kollegen. Dass wir hier auf einen Bekannten treffen, ist ja nicht weiter verwunderlich, schliesslich fliegen jeden Tag tausende Touristen zwischen Malle und Zürich hin und her. Warum sollte unter ihnen nicht mal jemand sein, den wir kennen.

Granada, Eingang zum maurischen Viertel Albaicín:
Wer steht dort am Postkartenständer? Eva und Johann, zwei Studienkollegen. Wie sich nach einem kurzen Plausch herausstellt, verbringt er ein Studiensemester in Andalusien, während sie ihn in ihrer vorlesungsfreien Zeit besucht. Okay, auch Südspanien ist nicht weit von unserer (gemeinsamen) Heimat entfernt, da kann es schon mal vorkommen, dass man auf Kommilitonen trifft, vor allem, wenn sie – wie ich – Hispanistik studieren und uns die Liebe für ein und dasselbe Land verbindet.

Flug von Sevilla nach Leipzig:
Nein, das ist doch nicht etwa die Felicitas Woll, die in der Vorabendserie „Berlin, Berlin“ die Hauptrolle spielt? Wenn ich das meinen Freundinnen erzähle, die werden staunen. Aha, auch Prominenz fliegt mit Air Berlin und nicht in der Lufthansa Business Class.

Santiago de Chile, Metro:
In der dichtesten Rush-hour fahre ich vom Stadtzentrum aus in Santiagos Stadtteil Bellavista, als plötzlich Claudia, eine Studienkollegin, vor mir steht. Ich frage mich kurz, ob ich schon unter Verfolgungswahn leide oder eine Fata Morgana sehe. Aber nein, Claudia ist wirklich auch zur selben Zeit wie ich in Chile, in Santiago, in der Metro, in meinem Waggon – am anderen Ende der Welt.

Tagged: Archive, Chile, Reisetipps & Insider

Kommentare

  • Daniela Bühler

    Ich habe einmal meinen Lateinlehrer mitten in London vor mir über einen Fussgängerstreifen gehen sehen. Kurz, nachdem ich ihn endlich im Schulzimmer losgeworden war! Dennoch verspürte ich einen Moment lang so etwas wie freudige Überraschung (wie immer, wenn ich im Ausland ein bekanntes Gesicht sehe). Ich entschied dann aber, ihm nicht nachzurennen!

    3. Februar 2008 at 18:45
  • Laila

    Das kenne ich! Ich habe in Santa Barbara (California) einen Schulkameraden beim shoppen getroffen. Wir waren beide total überrascht aufeinander zu treffen.

    4. Februar 2008 at 12:59

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