Im letzten Eintrag habe ich über Wanderungen im Valle Maggia und dem angrenzenden Val Lavizzara berichtet. Nun ist das Val Verzasca an der Reihe. Es ist vom Aussehen sehr ähnlich, mit 29 Kilometern aber nur etwa halb so lang.

Der untere Teil oberhalb von Locarno ist eng und steil, der obere breit und eben. Getrennt werden die beiden durch den Stausee Lago die Vogorno. Von der 220 Meter hohen Staumauer liess sich einst sogar James Bond in „Goldeneye“ fallen. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Weiter nördlich im Tal liegt das Dörfchen Corippo, das nur aus den typischen Tessiner Rustico-Häusern besteht. Das ganze Dorf steht unter Denkmalschutz, etwa 30 Menschen leben hier.

Eine etwa zweieinhalbstündige Wanderung später ist man in Lavertezzo. Die meisten kennen die mittelalterliche Doppelbrücke Ponte dei Salti aus dem Intro der SF-Tagesschau. Auf den glattgespülten Steinen unter der Brücke kann man herumklettern oder sich etwas hinlegen und baden – Schilder warnen aber vor den Gefahren!

Von Lavertezzo bis zum Ende des Tals in Sonogno sind es noch etwa vier Stunden und 20 Minuten zu Fuss. Die Wege sind schön, mal steinig und schmal, mal breit und erdig. Der Grossteil der Strecke führt direkt dem Fluss entlang.

Wie auch im Maggia-Tal fährt ein Bus bis in den hintersten Winkel – man kann also immer wieder ein Stückchen fahren. Zwischen Lavertezzo und Sonogno liegt Brione, der Hauptort des Tals mit einer grossen Kirche mit hochgotischen Fresken und einem Spielplatz.

Sonogno schliesslich ist zwar das hinterste Dorf im Tal, aber auch das touristischste. Hier findet man mehrere Cafés und Restaurants sowie Spezialitäten und Souvenirläden, die Brot, Kuchen und Liköre verkaufen. Weiterwandern könnte man in die Seitentäler Val Redorta mit dem gleichnamigen Pass, der ins Val Lavizzara führt und ins Val Vogornesso.

Alle Fotos: Andrea Schmits.

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