Den August verbringen viele Pariser, die die Stadt im Sommer – anders als die meisten – nicht fluchtartig gen Meer verlassen haben, an ihrem Stadtstrand: am Paris Plage. Es gibt ihn bereits seit 2001; er wurde vom sozialistischen Bürgermeister Bertrand Delanoe ins Leben gerufen und gilt als Vorbild aller anderen Stadtstrände, die in Metropolen mit Fluss inzwischen fast gang und gäbe sind.
Einen Monat lang werden die Autos von den Seine-Ufer-Strassen verbannt, Sand aufgeschüttet, Liegestühle hingestellt, Bierzapfsäulen angeschlossen, Boule-Plätze errichtet, und Palmen säumen den Weg. Für viel Spass sorgen vor allem bei grosser Hitze die Nebelduschen (siehe Foto). Das Seine-Ufer in der Pariser Innenstadt ist im Sommer Hort eines wundervollen Spektakels. Man kann sich einfach niederlassen, Mitgebrachtes (Rotwein nicht vergessen!) oder vor Ort Gekauftes essen. Oder man taucht ein und singt und tanzt mit; an jeder Ecke tun sich neue Möglichkeiten auf. Jedenfalls wird es kaum einem gelingen, einfach schnurstracks das Ufer entlangzuhechten, ohne irgendwann einmal zum Staunen stehenzubleiben. An lauen Abenden ist die Atmosphäre besonders nett.

Der Paris Plage ist zwar ein Ort voller Trubel, doch trotzdem kann man sich vom Grossstadtstress wunderbar entspannen. Und wer’s ein bisschen ruhiger mag, geht einfach über eine Brücke ans gegenüberliegende Ufer und setzt sich dorthin – das Treiben vom Paris Plage aus der Ferne beobachtend. Eines meiner Lieblingsfleckchen wurde die Spitze der Île Saint-Louis.

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