Vor über einem halben Jahr verbrachte ich mit meinem Cousin H.H. ein verlängertes Wochenende in Zypern. Manchmal ist es ein guter Test zu schauen, an was man sich nach einer gewissen Zeit noch erinnert und schliesslich über diese Dinge zu berichten. (Über die zeitlosen Highlights von Zypern hat meine Kollegin Brigitte ausführlich geschrieben.)

Zypern - 026
Foto: Flickr.com; Martin Hehl.

Meine Erinnerung an die Zypernreise beginnt beim Buchen. Hin- und Rückflug alleine waren recht teuer. Zuerst überlegten wir uns gar, irgendwoanders hin zu reisen. Doch dann ging uns ein Licht auf: Zypern buchen die meisten als Package! Also suchten wir auf ebookers.ch nach der Kombination Flug & Hotel, und plötzlich war die Reise bezahlbar.

Vom Hotel aus spazierten wir jeden Tag zum Strand, wo wir uns auf eine der Liegen legten. An gewissen Tagen kam jemand vorbei, um zu kassieren, an gewissen nicht. An die Partymeile nach Ayia Napa fuhren wir nicht, denn mein Cousin H.H. ist in gewissen Kreisen auch unter dem Spitznamen „der Schweiger“ bekannt und verschmäht Partys eher. Stattdessen unternahmen wir einen Ausflug nach Nikosia an die Ledra Street, um die Grenze der letzten geteilten Hauptstadt der Welt zu überqueren. Ein weltweit einmaliges Erlebnis!

Zypern 2009
Im türkischen Teil Nikosias. Foto: Flickr.com; Martin & Julia.

In Nordzypern schauten wir uns eine Moschee an, assen einen Döner und tranken ein Efes dazu. An mehr erinnere ich mich nicht mehr. Zurück in Larnaca assen wir in einem Restaurant namens Taratsa am St. Lazarusplatz zu Abend. Das Essen und die Aussicht – beide waren ausgezeichnet.

Da ich mir von der omnipräsenten Sonne einen entsprechenden Brand eingefangen hatte, verbrachten wir die Zeit vor dem Abflug im Schatten. Was böte sich dazu besser an, als eines der Zelte, unter denen man die Strandpromenade in dem einen Auge behalten und mit dem anderen (Auge) einen Blick auf einen der Monitore werfen kann, auf denen Aufzeichnungen von Fussballpartien laufen. Es wurde das Spiel AEK – Apoel gezeigt. Zuerst dachte ich mir, es handle sich dabei um Athen gegen Nikosia, doch stellte sich heraus, dass es sich um ein Spiel der lokalen Liga handelte. AEK gibt es auch in Larnaca.

Mich erinnerte Apoel jedoch an Hapoel, und kurz dachte ich über eine mögliche Verwandschaft der beiden Klubs nach; schliesslich gilt das orthodoxe Patriarchat von Jerusalem als einer der grössten Grundbesitzer im gesamten Nahen Osten, auch in Israel. Doch APOEL ist die Abkürzung von „Athletikos Podosferikos Omilos Ellinon Lefkosias“ (Athletic Football Club of Greeks of Nicosia). HaPoel hingegen ist hebräisch und bedeutet „der Arbeiter“. Diese Geschichte ist mir wieder eingefallen, als ich jüngst die Champions-League-Viertelfinale zwischen APOEL Nikosia und Real Madrid geschaut habe.

Zypern / Lefkara
Foto: Flickr.com; SBirre.

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