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Auf Entdeckungsreise im schillernden Tessin

By Frances Doherty on 15. April 2021 in Meine Schweiz
Unser südlicher Kanton zieht nicht nur dank seiner kulturellen Attraktionen, sondern auch dank seiner natürlichen Schönheit viele Besucher an. Der mediterrane Dolcefarniente auf der Piazza am Seeufer wird mit Wanderabenteuern in den Bergen kombiniert. Mittelalterliche Schlösser und rustikale Weinkeller, abgelegene Täler und wilde Berge - im Tessin fehlt nichts.

Ascona und Locarno

 Das milde Klima am Lago Maggiore lädt Sie ein, das ganze Jahr über so viel wie möglich im Freien zu trainieren. Beginnen Sie Ihre Entdeckungstour auf der Piazza von Ascona, wo Sie eine malerische Kulisse aus farbenfrohen Gebäuden, kleinen Booten und schneebedeckten Gipfeln über dem See erwartet. Die längliche Piazza Grande von Locarno, Schauplatz des berühmten Filmfestivals, ist immer einen Besuch wert. Im Sommer bietet der wunderschöne Lago Maggiore Möglichkeiten zum Schwimmen und für andere Wassersportarten wie Segeln oder Stand-Up-Paddeln. Planen Sie aber auch genügend Zeit für Ausflüge in die Umgebung. Vielleicht können Sie ein Mountainbike mieten und damit die Berglandschaft des Valle Maggia erkunden. Um sich abzukühlen, können Sie am Wasserfall Cascata del Salto im Dorf Maggia Halt machen.

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Bellinzona und Sopraceneri

 Bellinzona, die Hauptstadt des Tessins, hat mit seinen mittelalterlichen Festungsmauern, die sich aus der üppig grünen Vegetation erheben, etwas Magisches an sich. Die drei Burgen wurden von der UNESCO im Jahr 2000 als Weltkulturerbe anerkannt. Castelgrande, die größte der drei, war bereits in der Römerzeit eine Grenzfestung, die beiden anderen Burgen wurden im 14. und 15. Jahrhundert erbaut. Im Winter locken die Skigebiete in Leventina und im Valle Blenio, während die warme Jahreszeit endlose Möglichkeiten zum Wandern und Klettern bietet, ohne das sensationelle Bungee-Jumping auf dem Verzasca-Damm zu vergessen. Diejenigen, die ruhigere Freuden bevorzugen, halten lieber in einer Grotte oder in der Airolo-Käserei. Die Cascata di Santa Petronilla und das beliebte Naturbecken in der Nähe von Iragna sorgen für Kühlung.

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Region Lugano

 Lugano - die größte italienischsprachige Stadt außerhalb Italiens - ist im Ausland als „Monte Carlo der Schweiz“ bekannt. Hier trifft sich das Jet-Set, um in einem gepflegten mediterranen Ambiente nach Entspannung zu suchen. Das Rathaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und andere beeindruckende Gebäude im neoklassizistischen Stil rahmen die Piazza della Riforma ein, den zentralen Platz der Stadt direkt am Luganersee. Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Hermann Hesse ließ sich von diesem Bereich inspirieren. Eine Auswahl seiner Schriften und Aquarelle ist im Hermann Hessen Museum zu sehen. Sie können auch einen Spaziergang in die Vergangenheit auf dem Sentiero dell'Olivo machen, einem Weg durch alte Olivenhaine, die in den letzten Jahren mit jungen Bäumen erneuert wurden. Wenn es die Zeit erlaubt, nehmen Sie die Standseilbahn auf den Monte Brè.

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Mendrisiotto

 Das Mendrisiotto ist ein absolutes Muss für Weinliebhaber. Die Erntezeit beginnt Ende August, aber Wanderungen durch die Weinberge und auf dem Monte Generoso lohnen sich das ganze Jahr über. Ein interessanter Weg führt Sie zu mehreren Nevere, den charakteristischen Steingebäuden, die im Winter mit Schnee gefüllt wurden, um die Milch im Sommer kühl zu halten. Am besten machen Sie morgens einen langen Spaziergang und entspannen nachmittags in einem Weinkeller oder einer Grotte unter alten Kastanienbäumen. Verpassen Sie nicht die malerischen Straßen und charakteristischen Innenhöfe in Magnifico Borgo, der Altstadt von Mendrisio.

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Valle Onsernone

 Valle Onsernone zog in den 1960er und 1970er Jahren Hippies an - und einige sind bis heute geblieben. Dank seiner Abgeschiedenheit herrscht in diesem Seitental des Centovalli immer noch viel Ruhe und unberührte Natur. Vor der industriellen Revolution waren die Einheimischen vor allem für die Herstellung von Strohhüten bekannt. Künstler und Schriftsteller zogen ab den 1930er Jahren hierher. Der berühmteste davon war Max Frisch, der zwanzig Jahre im Dorf Berzona lebte. Heute ist nur noch eine Ruine des ehemaligen Thermalbades Bagni di Craveggia übrig, aber die Wälder an den Hängen, die steil zum Fluss Isorno abfallen, sind ideal für lange Wanderungen. Die Lokmühle aus dem 18. Jahrhundert wurde restauriert und mahlt seit 1991 wieder Mais zu Polenta.Die Zeit scheint in diesem Tal still zu stehen.

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